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Dienstag, 11. Dezember 2007

Nur ein kurzer Hinweis...

... auf eine lesenswerte Rezension der hier schon vorgestellten Studie über die Liturgie der französischen Königssalbung in der frühen Neuzeit: Josef Johannes Schmid: Sacrum Monarchiae Speculum.

Der Autor der Rezension, Jens Ivo Engels, vom historischen Seminar der Uni Freiburg würdigt darin die intensive Auseinandersetzung Schmids mit der Salbungsliturgie, bemängelt aber die eingeschränkte Perspektivik, die z.b. soziale und ökonomische Dimensionen völlig außer Acht lasse.
Als Resüme fasst der Engels zusammen:

Die Arbeit hat ihre Verdienste, was die Rekonstruktion des Sacre und die Erschließung der entsprechenden Quellen angeht. Sie weist jedoch fundamentale darstellerische und methodische Defizite auf und liest sich streckenweise wie ein royalistisches Pamphlet.
Mir erschließt sich die Kohärenz der beiden Aussagen im letzten Satz nicht, aber das liegt wohl wiederum in der Perspektivik begründet.

Dienstag, 5. Juni 2007

Ein Prinz aus dem Hause David


Verschiedentlich wurden mir schon die Werke des äthiopischen Prinzen Asfa-Wossen Asserate empfohlen. In der Tagespost fand sich eine Rezension (von Stephan Baier) seines jüngsten Buches Ein Prinz aus dem Hause David. Und warum er in Deutschland blieb.

Daraus entnommen:

Überaus bemerkenswert ist, dass der Sohn eines äthiopischen Vizekönigs die deutsche 68-er Bewegung genau studierte, anekdotenreich schildern kann und sie dann wegen ihres „moralischen Rigorismus“, dem die unabdingbaren „Zwischentöne“ fehlen, kritisiert: „Von allen Zwängen wollte man sich befreien, und demonstrierte doch bloß zwanghaft jedem bei jeder Gelegenheit seine Zwanglosigkeit. Und während die Achtundsechziger im langen Marsch durch die Institutionen nach und nach, mehr oder weniger diskret, sich ihrer Ideale entledigten, behielten sie ihre schlechten Manieren bei.“

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