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Mittwoch, 30. Mai 2007

Johanna von Orleans

Habe ganz übersehen, dass heute der Gedenktag der heiligen Johanna von Orleans ist. Die wäre sicher einen eigenen Beitrag wert gewesen, doch fehlt mir heute dazu die Zeit.

Daher nur ein paar Links zum Weiterlesen:

Der schöngeistige Dauphin von Frankreich, Karl VII., aber will lieber auf den Thron verzichten, als in den Krieg zu ziehen. Da fühlt sich ein Bauernmädchen durch eine göttliche Erscheinung veranlasst, Frankreich zu retten. Sie will das zerschlagene Land unter einer Herrschaft einen und Karl VII. zur Krönung nach Reims geleiten.

Dienstag, 29. Mai 2007

Zum Fall des östlichen Kaiserreiches

Ein Beitrag auf Konjunktiv2.de weist darauf hin, dass sich heute der Fall Konstantinopels zum 554. Mal jährt.

Letzter Kaiser des byzantinischen Reiches war Konstantin XI. (XII.) Dragases. Er war der erste Kaiser Byzanz' seit rund 1000 Jahren, der nicht in der Hauptstadt gekrönt wurde. In größter Not wandte er sich an den Westen um Hilfe und verkündete die Wiederherstellung der kirchlichen Einheit der Griechen und Lateiner (die freilich nicht von großer Dauer war).

Nur 500 Genuesen, angeführt von Giovanni Longo Giustiniani (ital.), erreichten die Stadt rechtzeitig, zehn von Papst Nikolaus V. entsandte Schiffe erreichten ihr Ziel zu spät.

So sah sich der Kaiser einem aussichtslos stärkeren Feind gegenüber, der zudem mit Schwarzpulver-Kanonen ausgerüstet war. Zahlreiche Legenden (zur Verwendung des Wortes Legende vergleiche den Beitrag über den hl. Georg) ranken sich um die Schlacht. Der Kaiser soll sich all seiner Insignien entledigt haben und selbst das Schwert ergriffen haben. Es wird berichtet, dass er an den Toren der Stadt kämpfte, doch sein Leichnam wurde nie gefunden.

Von den orthodoxen Gläubigen wurde Konstantin XI. schon bald als Heiliger verehrt. Allerdings wurde seine Verehrung niemals offiziell bestätigt, da das unter osmanischer Herrschaft einen großen Affront dargestellt hätte. Die Ikone des Kaisers ist jedoch sichtbares Zeichen einer tiefen Verankerung seiner Verehrung im orthodoxen Volk.

Update: Auf dem Blog von Lycidas findet sich ein interessanter Kommentar zum Fall Konstantinopels und seiner Bedeutung für die heutige Zeit.

Montag, 23. April 2007

St. Georg, Patron der englischen Krone


Heute begeht die Kirche das Gedenken des hl. Georg. Er ist Patron der englischen Krone, Patron Russlands, Patron der Pfadfinder, Patron der Ritter und der Harnischmacher. Laut der Legende erschlug er den Drachen. Legende ist Latein und bedeutet: "Soll gelesen werden."

Der heilige Georg ist Helfer im Kampf. Im geistlichen Kampf. Wer die Ikone des kappadozischen Heiligen betrachtet, sieht eine schmale Lanze, die wie eine diagonale Linie vom Himmel durch die Hand des Heiligen in den Schlund des Drachens verläuft. Das besagt: Nur Gott besiegt das Böse, doch sein Wirken führt unsere Hand, führt durch unsere Hand.

Folgendes Gedicht stammt aus dem Jahre 1934, der Autor ist Georg Thurmair, der Mitglied im katholischen Jungmännerverein war und zahlreiche regimekritische Gedichte verfasste. (Ein Fall von "passivem Widerstand.) Es wird zur Laudes des katholischen Stundengebetes am heutigen Tage gebetet:

Wir stehn im Kampfe und im Streit
mit dieser bösen Weltenzeit,
die über uns gekommen.
Sankt Jürg, du treuer Gottesmann,
wir rufen deinen Namen an,
weil unser Mut beklommen.

Das Böse überkommt Gewalt,
und keiner sagt dem Satan Halt;
wir sind in argen Nöten.
Sankt Jürg, du bist allzeit gerecht,
schaff Urteil über Gut und Schlecht,
du kannst die Drachen töten.

Die Lüge ist gar frech und schreit
und hat ein Maul so höllenweit,
die Wahrheit zu verschlingen.
Sankt Jürg, behüte diesen Hort,
bewahr die Sprache und das Wort,
du kannst die Lüge zwingen.

Die böse List zerbrach den Bann
und fiel so manche Menschen an
und hat den Mut zerschlagen.
Sankt Jürg, du bist der Heldenmut,
der Ritter stolz, der Adel gut,
du kannst den Trug verjagen.

Erhebe dich, besteig das Pferd,
nimm Lanzenschaft und Schild und Schwert,
dann hilf uns tapfer kriegen.
Sankt Jürg, du unser Schutzpatron,
befreie uns und brich die Fron,
daß wir im Glauben siegen.
Bildquelle: Wikipedia

Aktualisierung: Habe nun auch den Autor des Gedichtes herausgefunden, es ist Georg Thurmair, der bekannte Kirchenlied-Dichter. Gefunden habe ich das bei der Gruppe Liederjan, die einen eigenen Beitrag wert ist.

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